Unverfügbarkeit und Resonanz
Resonanz ist nicht nur ein physikalisches Phänomen. Im soziologisch -psychologischen Sinn bedeutet es nach Hartmut Rosa ein „Berührt sein“ durch das Handeln und Reden eines Menschen, durch ein Kunstwerk, ein Musikstück oder eine Naturerfahrung. Resonanz bringt uns in Schwingung in einen positiven „Gleichklang“, der uns transformiert, verwandelt.
Resonanz motiviert uns, etwas neu zu denken, anders zu handeln, weil wir emotional berührt sind.
Von fehlender Resonanz höre ich in der Beratung: Eine junge Therapeutin zweifelt an ihren Fähigkeiten, weil ihre Therapie bei einem Kind nicht oder zu langsam wirkt. Ein Lehrer zerbricht sich den Kopf, versucht vielfältige didaktische Methoden, um einen 12-jährigen zur Mitarbeit im Englischunterricht zu bringen. Resonanz in einer beruflichen Beziehung mit Schülern oder mit Patientinnen ist nicht „machbar“, weil sie von der Bereitschaft beider Seiten abhängt, von persönlichen und Umweltfaktoren.
Diese Erkenntnis ist bedauerlich und entlastend zugleich.
Optimierungsdruck auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene erschweren Resonanz.
Reflexion, Fehlerkultur, Mitgefühl sind förderlich.
In der Beratung und Supervision begeben wir uns auf die Spuren fehlender Resonanz
Junge Menschen, die erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen haben und nun in ihrem beruflichen Handeln nach Selbstwirksamkeit streben, erleben, dass sie viel wissen und können und manchmal ihre Ziele doch nicht erreichen.
Der Grundkonflikt unserer modernen Zeit wird sichtbar. Wissenschaft und Technik sind darauf ausgerichtet, Welt verfügbar – berechenbar und planbar zu machen.
In der Arbeit mit Menschen werden Heilerfolge, Bildungserfolge angestrebt. Sie stellen sich nicht ein. Heilung und Bildung bleiben unverfügbar, wenn die Resonanz fehlt. Gleiches gilt auch für die Liebe, für Kunst oder Glück. Nur wenn ich mit meinem Gegenüber auf einer emotionalen Ebene in Kontakt trete, wenn ich vermitteln kann, dass mir an ihm/an ihr etwas liegt, wird mein Bemühen beantwortet. Dazu braucht es die Bereitschaft und Offenheit der kleinen Patientin, des Schülers, um bei unseren Beispielen zu bleiben.
Resonanz ist ein komplexes Phänomen.
Doch eines ist gewiss: Sie lässt sich nicht erzwingen, nicht durch theoriebasierte Methodik, nicht durch strenge Regeln und Macht.
Resonanz ereignet sich, fällt uns zu, wenn ein wohlwollender, respekt-, ja liebevoller Kontakt möglich ist.
Wissen und Können sind Voraussetzungen für den Erwerb beruflicher Qualifikationen.
Präsenz, Achtsamkeit, wertfreie Begegnung erhöhen die Chance auf Resonanz in zwischenmenschlichen Beziehungen. Das gilt für den beruflichen ebenso wie für den privaten Kontext.
In Beratung und Supervision sind meine Empfangskanäle offen. Ich höre zu und versuche das Problem und die Persönlichkeit meines Gegenübers zu erfassen. Ich frage nach und durch Antworten werden Aspekte eines Problems sichtbar, benennbar, die mein Klient noch nicht gesehen hat.
Wenn sich Resonanz einstellt, kommen wir der Lösung näher. Beglückende, befreiende auch spirituelle Erfahrungen, werden durch Resonanz verfügbar. Wir sagen auch: „Es flutscht“ oder „wir sind in einem Flow“, wenn wir Resonanz erleben. In einem theologischen Kontext würde man vielleicht von einer Gotteserfahrung sprechen.
Der Frühling lädt uns ein zu staunen, über das Unverfügbare, das, was wir nicht machen können. Auch wenn wir unseren Garten pflegen, ist das Blühen und Treiben jedes Jahr wie ein Wunder. Das morgendliche Konzert der Vögel rührt uns an, wenn wir empfänglich dafür sind, nicht wenn wir im Stau stecken oder mit dem Handy beschäftigt sind.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich Zeit für einen Frühlingsspaziergang nehmen und sich verbunden und im Einklang mit der Natur fühlen können!
Resonanz ist nicht nur ein physikalisches Phänomen. Im soziologisch -psychologischen Sinn bedeutet es nach Hartmut Rosa ein „Berührt sein“ durch das Handeln und Reden eines Menschen, durch ein Kunstwerk, ein Musikstück oder eine Naturerfahrung. Resonanz bringt uns in Schwingung in einen positiven „Gleichklang“, der uns transformiert, verwandelt.
Resonanz motiviert uns, etwas neu zu denken, anders zu handeln, weil wir emotional berührt sind.
Von fehlender Resonanz höre ich in der Beratung: Eine junge Therapeutin zweifelt an ihren Fähigkeiten, weil ihre Therapie bei einem Kind nicht oder zu langsam wirkt. Ein Lehrer zerbricht sich den Kopf, versucht vielfältige didaktische Methoden, um einen 12-jährigen zur Mitarbeit im Englischunterricht zu bringen. Resonanz in einer beruflichen Beziehung mit Schülern oder mit Patientinnen ist nicht „machbar“, weil sie von der Bereitschaft beider Seiten abhängt, von persönlichen und Umweltfaktoren.
Diese Erkenntnis ist bedauerlich und entlastend zugleich.
Optimierungsdruck auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene erschweren Resonanz.
Reflexion, Fehlerkultur, Mitgefühl sind förderlich.
In der Beratung und Supervision begeben wir uns auf die Spuren fehlender Resonanz
Junge Menschen, die erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen haben und nun in ihrem beruflichen Handeln nach Selbstwirksamkeit streben, erleben, dass sie viel wissen und können und manchmal ihre Ziele doch nicht erreichen.
Der Grundkonflikt unserer modernen Zeit wird sichtbar. Wissenschaft und Technik sind darauf ausgerichtet, Welt verfügbar – berechenbar und planbar zu machen.
In der Arbeit mit Menschen werden Heilerfolge, Bildungserfolge angestrebt. Sie stellen sich nicht ein. Heilung und Bildung bleiben unverfügbar, wenn die Resonanz fehlt. Gleiches gilt auch für die Liebe, für Kunst oder Glück. Nur wenn ich mit meinem Gegenüber auf einer emotionalen Ebene in Kontakt trete, wenn ich vermitteln kann, dass mir an ihm/an ihr etwas liegt, wird mein Bemühen beantwortet. Dazu braucht es die Bereitschaft und Offenheit der kleinen Patientin, des Schülers, um bei unseren Beispielen zu bleiben.
Resonanz ist ein komplexes Phänomen.
Doch eines ist gewiss: Sie lässt sich nicht erzwingen, nicht durch theoriebasierte Methodik, nicht durch strenge Regeln und Macht.
Resonanz ereignet sich, fällt uns zu, wenn ein wohlwollender, respekt-, ja liebevoller Kontakt möglich ist.
Wissen und Können sind Voraussetzungen für den Erwerb beruflicher Qualifikationen.
Präsenz, Achtsamkeit, wertfreie Begegnung erhöhen die Chance auf Resonanz in zwischenmenschlichen Beziehungen. Das gilt für den beruflichen ebenso wie für den privaten Kontext.
In Beratung und Supervision sind meine Empfangskanäle offen. Ich höre zu und versuche das Problem und die Persönlichkeit meines Gegenübers zu erfassen. Ich frage nach und durch Antworten werden Aspekte eines Problems sichtbar, benennbar, die mein Klient noch nicht gesehen hat.
Wenn sich Resonanz einstellt, kommen wir der Lösung näher. Beglückende, befreiende auch spirituelle Erfahrungen, werden durch Resonanz verfügbar. Wir sagen auch: „Es flutscht“ oder „wir sind in einem Flow“, wenn wir Resonanz erleben. In einem theologischen Kontext würde man vielleicht von einer Gotteserfahrung sprechen.
Der Frühling lädt uns ein zu staunen, über das Unverfügbare, das, was wir nicht machen können. Auch wenn wir unseren Garten pflegen, ist das Blühen und Treiben jedes Jahr wie ein Wunder. Das morgendliche Konzert der Vögel rührt uns an, wenn wir empfänglich dafür sind, nicht wenn wir im Stau stecken oder mit dem Handy beschäftigt sind.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich Zeit für einen Frühlingsspaziergang nehmen und sich verbunden und im Einklang mit der Natur fühlen können!


