Leichter Leben Beratung - Coaching fuer Gruppen und Einzelpersonen
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Mag.a  Lisa Sterzinger
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Unverfügbarkeit und Resonanz

12/4/2026

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Unverfügbarkeit und Resonanz
Resonanz ist nicht nur ein physikalisches Phänomen. Im soziologisch -psychologischen Sinn bedeutet es nach Hartmut Rosa ein „Berührt sein“ durch das Handeln und Reden eines Menschen, durch ein Kunstwerk, ein Musikstück oder eine Naturerfahrung. Resonanz bringt uns in Schwingung in einen positiven „Gleichklang“, der uns transformiert, verwandelt.
Resonanz motiviert uns, etwas neu zu denken, anders zu handeln, weil wir emotional berührt sind.

Von fehlender Resonanz höre ich in der Beratung: Eine junge Therapeutin zweifelt an ihren Fähigkeiten, weil ihre Therapie bei einem Kind nicht oder zu langsam wirkt. Ein Lehrer zerbricht sich den Kopf, versucht vielfältige didaktische Methoden, um einen 12-jährigen zur Mitarbeit im Englischunterricht zu bringen. Resonanz in einer beruflichen Beziehung mit Schülern oder mit Patientinnen ist nicht „machbar“, weil sie von der Bereitschaft beider Seiten abhängt, von persönlichen und Umweltfaktoren.

Diese Erkenntnis ist bedauerlich und entlastend zugleich.
Optimierungsdruck auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene erschweren Resonanz.
Reflexion, Fehlerkultur, Mitgefühl sind förderlich.

In der Beratung und Supervision begeben wir uns auf die Spuren fehlender Resonanz

Junge Menschen, die erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen haben und nun in ihrem beruflichen Handeln nach Selbstwirksamkeit streben, erleben, dass sie viel wissen und können und manchmal ihre Ziele doch nicht erreichen.
Der Grundkonflikt unserer modernen Zeit wird sichtbar. Wissenschaft und Technik sind darauf ausgerichtet, Welt verfügbar – berechenbar und planbar zu machen.
In der Arbeit mit Menschen werden Heilerfolge, Bildungserfolge angestrebt. Sie stellen sich nicht ein. Heilung und Bildung bleiben unverfügbar, wenn die Resonanz fehlt. Gleiches gilt auch für die Liebe, für Kunst oder Glück. Nur wenn ich mit meinem Gegenüber auf einer emotionalen Ebene in Kontakt trete, wenn ich vermitteln kann, dass mir an ihm/an ihr etwas liegt, wird mein Bemühen beantwortet. Dazu braucht es die Bereitschaft und Offenheit der kleinen Patientin, des Schülers, um bei unseren Beispielen zu bleiben.
Resonanz ist ein komplexes Phänomen.
Doch eines ist gewiss: Sie lässt sich nicht erzwingen, nicht durch theoriebasierte Methodik, nicht durch strenge Regeln und Macht.
Resonanz ereignet sich, fällt uns zu, wenn ein wohlwollender, respekt-, ja liebevoller Kontakt möglich ist.
Wissen und Können sind Voraussetzungen für den Erwerb beruflicher Qualifikationen.
Präsenz, Achtsamkeit, wertfreie Begegnung erhöhen die Chance auf Resonanz in zwischenmenschlichen Beziehungen. Das gilt für den beruflichen ebenso wie für den privaten Kontext.

In Beratung und Supervision sind meine Empfangskanäle offen. Ich höre zu und versuche das Problem und die Persönlichkeit meines Gegenübers zu erfassen. Ich frage nach und durch Antworten werden Aspekte eines Problems sichtbar, benennbar, die mein Klient noch nicht gesehen hat.

Wenn sich Resonanz einstellt, kommen wir der Lösung näher. Beglückende, befreiende auch spirituelle Erfahrungen, werden durch Resonanz verfügbar. Wir sagen auch: „Es flutscht“ oder „wir sind in einem Flow“, wenn wir Resonanz erleben. In einem theologischen Kontext würde man vielleicht von einer Gotteserfahrung sprechen.

Der Frühling lädt uns ein zu staunen, über das Unverfügbare, das, was wir nicht machen können. Auch wenn wir unseren Garten pflegen, ist das Blühen und Treiben jedes Jahr wie ein Wunder. Das morgendliche Konzert der Vögel rührt uns an, wenn wir empfänglich dafür sind, nicht wenn wir im Stau stecken oder mit dem Handy beschäftigt sind.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich Zeit für einen Frühlingsspaziergang nehmen und sich verbunden und im Einklang mit der Natur fühlen können!

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Atem holen!

8/2/2026

 
Atmen ist Leben, ist Entspannung und Erleichterung von unserem ersten Atemzug an.

Öffnen Sie das Fenster, wenn dicke Luft ist. Atmen Sie tief ein und aus. Ein Seufzer, ein Stoßgebiet hilft, wenn der rettende Gedanke (noch) nicht da ist.
Vielleicht haben auch Sie hitzige Gespräche erlebt, in den Tagen des Feierns rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Die aktuellen Ereignisse in Österreich und weltweit lassen niemanden kalt, unser Empathievermögen ist gefordert, bisweilen überfordert.
Fest steht: Wir leben noch und auf die Nacht folgt wieder ein Tag.
Solange wir nicht im Jammern und Klagen stecken bleiben, sondern immer wieder Luft holen, gehen wir weiter.

Es geht drunter und drüber auf der Welt und in Österreich! Kein Tag ohne Nachricht, die uns den Atem stocken lässt. 
Bedrohungen und Kriegsszenarien durch den andauernden Ukrainekrieg, imperialistische Ansprüche der Großmächte USA, Russland und China, endlose Gewalt im Iran und in Palästina. 
In Österreich sollen Krankenhäuser gesperrt werden, die Sozialhilfe, das letzte Sicherungsnetz für 2% der Ärmsten in der Bevölkerung, wird nochmal gekürzt.
Menschen in den sozialen Berufen und in der Pflege sollen nun noch mehr geben, trösten, versorgen, überbrücken, wo schon Personalnotstand herrscht, wo sie vielleicht selbst um ihren Arbeitsplatz bangen müssen.

Die Grippewelle, noch immer Corona. Auch das gehört zur kalten Jahreszeit.
Ein alter Mensch geht, wenn der Winter lang wird und die Kraft nicht mehr für einen weiteren Jahreszyklus reicht.

Einer der Sterbebegleiter*innen öffnet das Fenster, damit die Seele hinaus kann. Frieden und Erleichterung stellen sich ein.

Zuhören, Gehört werden, erzeugt Vertrauen und Mitgefühl.
Supervision und Coaching können Atempausen sein. In einem Dialog auf Augenhöhe lassen sich schwierige Situationen reflektieren und Lösungen finden.

Das Format „Sprechen zuhören“ (1) – wurde von "Mehr Demokratie" in Deutschland entwickelt und seit Herbst auch in Österreich von mehreren Organisationen angeboten. Es ist ein Format, in dem es nicht darum geht, Argumente auszutauschen, sondern einander zuzuhören, sich in  Menschen außerhalb unserer „Blase“ einzufühlen und ins Gespräch zu komme.

Die kalte Winterluft lädt ein, sich warm einzupacken und raus zu gehen, die klare Luft zu atmen und frische Gedanken in unsere Köpfe zu lassen. Allein oder zu zweit – gehen, sprechen und zuhören.
Der Geist folgt dem Körper. Nach dem Spaziergang wartet ein Zuhause, eine warme Stube, eine Jause. Dankbarkeit stellt sich ein, vielleicht Großzügigkeit.


Fassen Sie Mut - der Frühling kommt!

(1) https://www.youtube.com/watch?v=LMmod29KiS0&t=2s

Selbstfürsorge und Innere Entwicklung

16/11/2025

 
Wie sorgen Sie für sich selbst - für körperliches Wohlbefinden und für Ihre psychische Gesundheit?
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Ich entspanne mich zum Beispiel beim Kochen. Da kann ich  kreativ sein und erlebe unmittelbaren Erfolg. Dieses Jahr war ich bis Ende Oktober mit Einkochen beschäftigt. Trauben und Quitten verarbeitete ich zu Marmelade und Gelee, Tomaten zu Sugo und Letscho.
Nun sind die Gläser im Kasten, Ruhe kehrt ein. Mehr Zeit für mich zum Nachdenken, Schreiben, es sich gemütlich machen. In der kalten und dunklen Jahreszeit ist die Selbstfürsorge besonders wichtig. Nicht nur die Kälte müssen wir ertragen, auch die Dunkelheit überwinden. In den dunklen Morgenstunden zünde ich nun gerne eine Kerze an.

 „Inner Development Goals“ [1] beschreiben, welche inneren Entwicklung für den Charakter von Menschen vorteilhaft ist, damit die Nachhaltigkeitsziele der UN in naher Zukunft erreicht werden können. Sie wurden in Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Schweden  erarbeitet und seit Nov. 2023 von der IDG Foundation weltweit verbreitet. mehr erfahren
Dabei geht es um die Beziehung zu sich selbst und zu anderen, um die Verbundenheit mit der belebten und unbelebten Natur. Die Fähigkeit zur Kooperation, Entscheidungen zu treffen und zu handeln gehören ebenfalls dazu.

Die „Inner Development Goals“ leiten mich in meiner persönlichen Weiterentwicklung ebenso wie in der Beratungsarbeit für Gruppen und Teams und im Einzelcoaching.

Ich genieße die Verbundenheit mit der Natur. Jedes Jahr staune ich, was unser kleiner Garten aus den geheimen Bauplänen der Samen, die ich in die Erde stecke, hervorbringt.
Auf den Genuss der „Sommergaben“ in der kalten Jahreszeit freue mich schon. Das Fruchtmus der Quitten wurde Quittenbrot. Sogar die noch grünen Tomaten konnte ich süßsauer einlegen und zu Chutney verarbeiten.
Ich war stolz auf meine Arbeit, als ich die befüllten Gläser beschriftete. Küchengeschenke sind als Mitbringsel und Weihnachtsgaben bei Familie und Freundinnen beliebt.
Dankbarkeit für dieses Talent erfüllt mich, für die Fähigkeit, die ich von Kindheit an von meiner Mutter mitbekommen habe.
Geschenke der Natur, die mich selbst nähren und Menschen, mit denen ich in Beziehung bin. Gemeinsam schmecken, sich einverleiben, was durch Wasser, Sonne und unsere Arbeit in Garten und Küche gewachsen und entstanden ist.
Im jahreszeitlichen Tun begreife ich jedes Jahr neu die großen Zusammenhänge: Den Boden pflegen, das sonnige Wetter nützen, damit der Regen danach die Samen und jungen Pflanzen nähren kann. Harken, lockern, gießen, wenn die Sonne an Hitzetagen ihre Kraft entfaltet.
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Ich denke an Menschen, die auf der Flucht sind, die Gewalt und Krieg erleben müssen. Als Teil der Menschenfamilie versuche ich auch meinen Teil beizutragen, dass es wieder Frieden wird, dass benachteiligte Menschen mehr Gerechtigkeit und Freude erfahren können. Mein Engagement erschöpft mich manchmal. Die Freude, für andere da zu sein und gemeinsam mit meinen Kolleg_innen für ein gutes Leben für alle aktiv zu sein, überwiegt jedoch bei weitem.

Balance halten beginnt mit der Beziehung zu mir selbst – austarieren zwischen den unmittelbaren Gefühlen wie Angst, Wut, Trauer und meinen Gedanken dazu: Was kann ich tun, was kann ich schaffen, was macht mir Freude, wo kann ich hilfreich sein.

Beziehung zu anderen Menschen und zur Natur: Was kann ich mir und anderen zumuten?
Wie können wir auf die Zeichen der belebten und unbelebten Natur achten und sie schützen?
Meine Sorgen werden kleiner, wenn ich mich als Teil der Menschheit und als Teil der Natur betrachte.

Kooperation: Gemeinsam mit anderen bin ich wirksamer, ich erfahre Ermutigung und ermutige andere. Das ist wie Balsam auf meiner Seele und stärkt mich gegenüber der krisenhaften Gegenwart, die mir aus den Medien und allerorts ins Auge springt und an mein Ohr dringt.

Handeln: In die Tat umsetzen, was ich, was wir in der Welt sehen wollen. Da halte ich es mit Mahatma Ghandi und Erich Kästner.
Während ich mich selbst bemühe, mich den inneren Entwicklungszielen anzunähern, sind sie auch ein guter Leitfaden in meiner Beratungsarbeit. Für Teams und Gruppen in der Supervision und im Einzelcoaching.

Wer soll das Gute, das Heilsame in die Welt bringen, wenn nicht wir?

Beziehungen pflegen, zu Allerheiligen die Ahnen bedenken und Zeit finden, ein Fest zu feiern in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel - dankbar zurückschauen auf ein erfülltes Jahr, das wir in Frieden erleben durften.

All das wünsche ich Ihnen!


[1] https://innerdevelopmentgoals.org/
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Praxisraum
Lichtblick: 1060 Wien, Stumpergasse 48/18, 

Alserpraxis, 1090 Wien, Alserstrasse 30/7

Telefonische Terminvereinbarung
0664 85 46 290

Zufriedene KundInnen:

" Unser Team hat sich konsolidiert - wir können jetzt in größeren Abständen weiterarbeiten.- Die vielfältigen Methoden haben mich begeistert." Frau N. nach einem einjährigen Supervisionsprozess

"Vielen Dank für Ihre Begleitung und die wertvollen Denkanstöße. Ich denke, jetzt komm ich besser zurecht mit der neuen Situation", Frau R.R. nach drei Beratungssitzungen


"Hallo Frau Sterzinger, danke der Nachfrage. Es geht besser. Ihre Beratung hat mir geholfen, wieder Tritt zu fassen." Herr R.J.

"Danke für Ihre Inputs, ich sehe jetzt wieder,
wie viele Möglichkeiten ich habe."
Frau B.H.

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